6 Punkte, auf die Sie beim Immobilienkauf achten sollten

Sie planen eine Immobilie zu kaufen und haben den Grundstückskaufvertrag vom Notar erhalten? Vor dem Notartermin sollten Sie den Grundstückskaufvertrag im Detail durchschauen, um mögliche Risiken im Zusammenhang mit dem Grundstückskauf zu vermeiden.

1. Ist der Verkäufer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen?

Der Verkäufer sollte als Eigentümer im Grundbuch eingetragen sein. Unproblematisch ist es, wenn ein Dritter für den Eigentümer kraft Vollmacht den Verkauf vornimmt. Anders ist es, wenn der Verkäufer (z. B. als Erbe) nicht als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist und nicht für den Eigentümer tätig wird. In diesen Fällen ist zwar ein Kauf möglich, dies verzögert jedoch die Absicherung der Finanzierung durch eine Grundschuld und damit den Kauf der Immobilie.

2. Ist der Verkäufer verheiratet?

Wenn der Verkäufer verheiratet ist und kein Ehevertrag besteht, so ist es in der Regel notwendig, dass der andere Ehepartner dem Immobilienverkauf zustimmt. Ohne die Zustimmung ist der Kauf meist nichtig und es droht die Rückabwicklung. Als Käufer sollte man daher darauf achten, dass in diesen Fällen der andere Ehepartner dem Immobilienkauf zustimmt. Darauf sollte der Notar im Zweifel hingewiesen werden.

3. Ist das Grundstück im Grundbuch belastet?

Im Grundstückskaufvertrag wird beschrieben, ob auf dem Grundstück Belastungen im Grundbuch eingetragen sind. Falls ja, sollte näher geprüft werden, welche Grundstücksbeschränkungen und Verpflichtungen dies zur Folge hat. Da man als Käufer bestehende Belastungen zu übernehmen hat, ist eine gründliche Prüfung ratsam.

4. Werden neben der Immobilie auch beweglichen Sachen gekauft?

Wenn neben der Immobilie auch bewegliche Sachen (z. B. Einbauküche, Möbel, Elektrogeräte) gekauft werden, sollten diese Sachen im Kaufvertrag ausdrücklich benannt werden. Im Kaufvertrag sollte ein realistischer Teil des Kaufpreises für diese Sachen ausgewiesen werden. Dadurch kann auf diesen Teil des Kaufpreises Grunderwerbssteuer gespart werden.

5. In welchen Fällen haftet der Verkäufer für Mängel?

In der Regel wird im Grundstückskaufvertrag die Haftung des Verkäufers für Sachmängel ausgeschlossen („Kauf wie es steht und liegt“). Dennoch muss der Verkäufer für Mängel einstehen, die er arglistig verschwiegen hat. Dies muss der Käufer im Streitfall jedoch nachweisen, was im Einzelfall schwierig sein kann. Als Käufer sollte man daher stets die Immobilie technisch prüfen lassen.

6. Welche Anforderungen stellt die Bank an den Grundstückskauf?

Wenn der Kaufpreis finanziert wird, fordern Banken in der Regel die Eintragung einer Grundschuld, bevor der Kaufpreis ausbezahlt wird. Hierfür ist es erforderlich, dass der Verkäufer dem zustimmt und dies im Grundstückskaufvertrag vereinbart wird. Daneben sollten die im Kaufvertrag genannten Zahlungsfristen vorsorglich mit der Bank abgestimmt werden, da bei einer verzögerten Kaufpreiszahlung dem Käufer hohe Zinsen drohen können.

Sie brauchen rechtliche Unterstützung beim Immobilienkauf? Melden Sie telefonisch (06142 – 177 86 80) oder online für einen Erstkontakt mit Rechtsanwalt und Notar Behnam Yazdani.

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